So erfüllen Sie die QNG-Anforderungen im Wohnungsbau

Stand: 28.03.2026

Wenn Sie ein QNG-Siegel anstreben, werden Sie sich fragen, was genau das QNG an Ihrem Gebäude verändert.

Sie müssen erst entscheiden, mit welchem Siegel, Sie das QNG erfüllen wollen. Wenn Sie sich für das BiRN entscheiden, fallen Sie in eine der beiden Kategorien: BNK (bis zu 5 Wohneinheiten) oder BNG (ab 5 Wohneinheiten).

Beim BiRN gibt es einen Katalog mit Anforderungen, der sich in 4 Bereiche einteilt.

Was sind die üblichen 4 Herausforderungen?

Das System QNG basiert auf einen Zertifizierungssystem. Wir arbeiten mit dem System des BiRN. Der Prozess in der zertifizierung läuft so ab: 

1. Zertifizierungssystem erfüllemn (BiRN)

2. QNG-Anforderungen zusätzlich erfüllen

Nur so bekommen Sie das QNG-Zertifikat und erfüllen alle nötigen Anforderungen.

Das System des BiRN (auch BNK/BNG genannt) wurde so entwickelt, dass es verschiedene Bereiche der Nachhaltigkeit abdeckt. Diese werden jeweils zu 25 % gewichtet und ergeben zusammen 100 %.

QNG-Zertifizierung in Leipzig | Andrea Franke | BiRN Kriterienbereiche

Diese Inhalte müssen Sie erfüllen und mindestens 50 % im Siegel erreichen. 

Dazu werden dann noch die Anforderungen des QNG betrachtet. – Und diese sind meistens mit den größten Herausforderungen verbunden, besonders in der Planung und frühen Bauphase. 

Was sind die üblichen 4 Herausforderungen?

Und worauf genau müssen Sie jetzt achten? Die üblichen Stolperstellen in der Zertifizierung sind diese hier:

  1. Barrierefreiheit
  2. Ökobilanz-Mindestgrenze
  3. Schadstoffe im Baumaterial & Aufklärung
  4. Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung

1) Barrierefreiheit für QNG PLUS

Bei mehr als 5 Wohneinheiten wird die Zertifizierung strenger. Sie stellt Regelungen an den altersgerechten Umbau gestellt. Dieser entspricht nicht automatisch den Regelungen der Barrierefreiheit, sondern richtet sich nach einer Festlegung des BBSR.

Die genaue Regelung ist diese. Hiervon müssen mindestens 7 von 8 Zeilen in 80 % der Wohneinheiten erfüllt sein.

Barrierefreiheit QNG

2) Ökobilanz – Größere Gebäude schneiden besser ab

Die Ökobilanz wird auf die Nutzungsfläche verteilt. Ein großes Gebäude in einem sehr guten energetischen Standard kommt daher besser weg, als ein kleines – selbst wenn es ökologisch gebaut ist.

Um die Grenze von 24 kg CO2eq/m²a zu erreichen, braucht es manchmal Fingerspitzengefühl. Vom Entwurf bis zur Feinjustierung müssen dafür Energieberatung und Nachhaltigkeitsberatung mit Ihnen zusammenarbeiten.

Mein Hinweis: Die Nutzung nimmt immer noch den Löwenanteil in der Ökobilanz ein, meistens um die 50 %. Die graue Energie der Baustoffe liegt meistens bei 30 %.

3) Schadstoffe sind mehr als Papierkram

Im Zertifikat werden auch die Schadstoffe der Baumaterialien geregelt. Auch wenn in Europa und Deutschland hohe Anforderungen an Baustoffe gelten, sind einige Bauprodukte schädlich für die Innenraumluft.

Deshalb fordert das QNG, das schadstoffarme Bauprodukte gewählt werden. Um diese schadstoffarmen Bauprodukte auszuwählen, braucht es einige Erfahrung.

Viele Baufirmen haben noch nicht die nötige Erfahrung, um diese Baustoffe standardmäßig auszuwählen. Es ist wichtig, dass die Baufirmen, verstehen, welche Baustoffe sie verwenden müssen und wie sie diese kontrollieren müssen.

4) Nachhaltiges Holz - wie nachweisen?

Es sollte eigentlich normal sein, dass keine Hölzer aus dem Regenwald verbaut werden. Außerdem müssen mindestens die Hälfte der Hölzer aus nachhaltiger Waldwirtschaft kommen.
Sie müssen als Bauherr und Auditor darauf achten, dass alle Holzbaustoffe auch diesen Nachweis liefern.

Dazu muss auf dem Lieferschein und auf der Rechnung eine FSC- oder PEFC-Siegelnummer erkennbar sein.

Für den schnellen Einstieg in die Kriterien biete ich ein Pre-Assessment an. Das geschieht am besten frühzeitig und Sie haben schnell einen Überblick über den Umfang der Zertifizierung.

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